Freitag, 10. Februar 2017

Das fühlt sich so GUT an {FREUtag}

Oh Mann. Gestern ist hier richtig ein Knoten geplatzt. Seit WOCHEN hab ich nur noch genäht, wenn es "sein musste" - also wenn in einem meiner Stamm-Probenähteams etwas entwickelt wurde, wenn es einen dringenden Anlass gab oder wenn etwas fertig werden musste. Aber die richtige Lust, die Leidenschaft, der Drang, etwas zu nähen, der hat mir gefehlt.

Bis gestern.

Gestern war meine Schwägerin hier, weil sie dem Nichtle ein Geburtstagskleid nähen wollte. Wir hatten schon vorher Stoffe und Schnitt ausgesucht, sie hat alles vorbereitet, ich hab das Vorderteil bestickt, und dann hat sie gestern genäht. Und sie war SO im Glück! Das hat mich irgendwie angesteckt, und drum hab ich mir das schon ewig zugeschnitten hier liegende Projekt für die Kleine geschnappt, hab ich mich an die Ovi gesetzt - und yeah, da war es wieder, das AdreNÄHlin! Hurra!

Eine Frühlingskombi von Lillesol & Pelle hab ich genäht, aus perfekt frühlingshaftem Interlock von Kekero. Haaaaaach ...
Der Schnitt gefällt mir ausnehmend gut. Mit der Passe am Ausschnitt und den geknöpften Schultern find ich es richtig apart, und ich bin sehr gespannt, wie das Kleid an meinem Mäusle aussehen wird.
Ich hab die Tupfen an den Ärmeln noch mal aufgenommen, das sieht, finde ich, supersüß aus.

Und mir geht es SO GUT. Mann. Hat mir das gefehlt.

Ach, apropos Frühlingskombi: Der Flieder hat schon ordentlich dicke Knospen 💜. Noch ein Grund, sich zu freuen, also ab mit meinem Nähfrühling zum FREUtag - und natürlich zu Made4Girls!

Stoffe: von Kekero

Donnerstag, 9. Februar 2017

Wenn's mal wieder länger dauert {RUMS 6/17}

Gut Ding will Weile haben, sagt man ja. Mein heutiger RUMS hatte so richtig viel Weile - also, echt viel *gg*

Ich glaube, das gute Stück lag insgesamt fast zweieinhalb Monate zugeschnitten in der Schublade ... Schon im Herbst hatte die liebe Ilka von Erbsünde zum Probenähen gerufen, einen in der Länge variierbaren Kurzmantel, vorzugsweise aus Kochwolle. Ui. Das hört sich aber spannend an! Und dann bin ich in einem meiner Stoffläden an eine wunderbare Wolle gekommen. "Lana Cotta" hieß die da, klingt auf Italienisch doch gleich noch ein bisschen edler, oder 😉

Joah, und dann hab ich zugeschnitten, und dann war irgendwie die Luft raus. Ich hab gegen Ende des letzten Jahres ja ein richtiges Nähtief gehabt. Und im Probenähen stockte es auch irgendwie, und wie das so ist - es blieb liegen.

Aber jetzt ist Ilka mit den Schnitten (denn den Mantel gibt es natürlich auch für die kleinen Damen) rausgekommen und ich hab auch meinen Popo hochgekriegt und den Mantel endlich fertig gekriegt! Yeah!

Ich hab meine Dona Capa nicht GANZ so lang gemacht. Leider hab ich bei der Anprobe dann gemerkt, dass ich halt doch nicht die Figur für ausgestellte Sachen hab - ich brauch ne Taille ... Ich war schon ganz traurig, doch da fiel mir die wundervollste Capa ein, die Mo von NähMOment für ihre Tochter gemacht hat - mit GÜRTEL! Hah! Da krieg ich doch meine Taille!
So ist sie jetzt leider nur hinten etwas kürzer als vorn, da muss ich gucken, ob ich da noch was machen kann ... Zu viel Poppes 😁
Ich hab meine Dona Capa mit Kapuze genäht. Durch den Beleg geht das wirklich super schön, und man könnte nach dem E-Book auch einen Kragen oder einfach nur einen runden Ausschnitt machen.
Den Gürtel hab ich schnell selber aus einem Streifen der Kochwolle und einem süßen Gürtelset gebaut, das ich in meinem Adventskalender von Felinchens hatte. Vielleicht finde ich ja noch ein farblich passendes Gurtband, das wäre sicher noch stabiler.
Die Taschen hab ich mit der tollen Hibiskus-Stickdatei von Rock-Queen zu einem Hingucker gemacht. Einfach Ton in Ton aufgestickt, find ich superschön. Und innen dann noch passende Blümchen als Taschenfutter. Gefällt mir!
Und schön warm hält sie, meine Dona Capa. Auch wenn es jetzt ne Menge Hindernisse waren, hab ich doch am Ende eine richtig tolle Kuscheljacke für die Übergangszeit. Die kommt ja schließlich jetzt!

Was habt ihr diese Woche für euch gemacht?

Stoff: Lana Cotta von Stoff-Ideen Stuttgart

Donnerstag, 26. Januar 2017

Black is beautiful, aber nicht fotografierbar {RUMS 3/17}

Edit: Ja, ist schon RUMS 4, ich hab's dann auch geblickt *schäm* Aber: Endlich mal wieder was zum Anziehen!

Bei dem Wetter zurzeit braucht man wirklich kuschlige Pullover. Möglichst warme, dicke Stoffe und schöne Schnitte mit Schmuse-Details. So wie dieser Pulli, der beim aktuellen Probenähen für Mialuna entstanden ist:

Wie Sie sehen, sehen Sie nix 🙈🙉🙊 So ein schwarzer Stepper Strukturstoff Jacquard mit wunderschönem Zopfmuster lässt sich einfach ECHT schlecht ablichten ...
Hier sieht man den Pulli ein bisschen besser. Big Lady Tasja, der neue Plan von Mialuna, ist ein Raglansweater, der eine Rundpasse um die Schulter hat. Der Look ist echt super, ich mag das ja, wenn die Schnitte nicht so schlabbrig sind, sondern auch dicke, kuschlige Stoffe den Körperformen schmeicheln. Und die Schulterlösung ist echt schick!
Ich hab den Wickelkragen gemacht, aber natürlich gibt es (Big) (Lady) Tasja auch mit Kapuze oder Schalkragen. Außerdem kann man den Schnitt auch in Kleidlänge nähen - das hier ist die Pullilänge, für mich Zwerg noch ein bisschen gekürzt. Ach ja, Taschen gibt es eigentlich auch *ggg*. So viele Möglichkeiten ...
Hier seht ihr mal den Stoff en detail. Voll cool find ich das, auf den ersten Blick wirkt der Pulli so echt, als wäre er gestrickt.
Herrlich kuschlig! Und hier zeig ich euch noch, worauf ich mich noch freu außer auf den nächsten RUMS und den nächsten Pulli: Bald steigt der Superbowl! Ich freu mich schon!! Und ihr? Noch mehr Footballfans unter uns?

Jetzt darf Big Lady Tasja aber erst mal zu RUMS. Habt ihr diese Woche auch was für euch gemacht?


Schnitt: Big Lady Tasja von Mialuna (coming soon)

Donnerstag, 19. Januar 2017

Danke, Muddi {RUMS 3/17}

Nachdem ich letzte Woche meine Pack's ein gezeigt hab, hab ich von Muddi einen lachenden Kommentar gekriegt:
"Entschuldige, ich muss lachen. *gg* Einmal darfst du raten, wozu mein TaTüTa dieser Woche gehört... ;)" 
Hihihi ...
Damit war auch die Idee für meinen dieswöchigen RUMS geboren: Ein TaTüTa kann man nämlich wirklich immer gebrauchen, grade bei dem Wetter zurzeit. Hier laufen eigentlich alle Nasen und der Tempoverbrauch ist ziemlich hoch. Wie viel schöner ist es dann doch, so ein hübsches Täschchen zücken zu können:

 Aus demselben Cord wie die Tasche. Statt Kunstleder hab ich aber dann doch lieber Satin-Schrägband genommen ;)

Wie immer nach der Anleitung von Casa Soleggiata. Das passt einfach immer und ist so mega schnell genäht 😄

Hach schön, so ein schneller RUMS zwischendurch. Manchmal tut es auch gut, wenn man sich einfach nur für zehn Minuten an die Maschine setzt und ein tolles Ergebnis erhält. Was habt ihr diese Woche für euch gemacht?

Stoff: Feincord vom Stoff-Markt Stuttgart
Schnitt: Casa Soleggiata

Freitag, 13. Januar 2017

Lese-Stoff am FREUtag

Freitag ist FREUtag, auch 2017. Und weil das Jahr für mich unter dem Motto der heiteren Stunden stehen soll, erzähl ich euch mal, was ich diese Woche besonders genossen habe: Ich muss nicht mehr ins Büro fahren.

Ich war ja die letzten etwas über 2 Jahre selbständig und habe aber viel für einen bestimmten Kunden gearbeitet, bei dem ich auch regelmäßig vor Ort im Büro gearbeitet hab. Ich war dort mehr oder weniger eine Elternzeitvertretung - und dieses Arrangement ist jetzt vorbei. Zum einen, weil ich ja nun meinen neuen Traumjob habe, zum anderen, weil die Kollegin aus der Elternzeit zurück ist. Also stand am Ende des letzten Jahres ein Abschied von Leuten, mit denen ich sehr viel zu tun hatte und die mir auch ans Herz gewachsen sind.
Es war ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn natürlich liebe ich die Arbeit mit und an Büchern sehr - aber gerade die letzten drei Monate mit der Doppelbelastung Lehrer und Redaktion haben mir schon ganz schön zugesetzt. Außerdem ist die Fahrerei und das nicht-zu-Hause-Sein einfach auch immer belastender geworden.

Und jetzt hab ich mein "neues" Arbeitsleben. Ich bin nach wie vor mehrere Stunden in der Woche außer Haus bei der Arbeit (schließlich kommen meine Schüler ja zum Glück nicht zu mir!), aber es ist weniger, die Fahrtstrecke ist nicht mal halb so lang und richtet sich außerdem entgegen der Staulinie, und ich bin meistens zu Hause, wenn meine Kinder von der Schule/vom Kindergarten kommen. Das ist ein solcher LUXUS! Ich genieße es sehr bewusst und ziehe gerade sehr viel Kraft daraus - denn sicherlich wird das Gefühl auch mal wieder anders sein ;) Aber heute will ich es zum FREUtag bringen, wie gut es mir damit geht, dass ein schöner, aber auch anstrengender Lebensabschnitt vorbei ist.

Meinen "Kollegen" hab ich natürlich auch ein Abschiedsgeschenk gemacht. Nur was Kleines, aber dafür etwas, was Büchermenschen immer brauchen können:

Lesezeichen! Ich hab selbst vorletztes Jahr beim Wichteln zwei von diesen praktischen Helferlein bekommen, die seitdem fast dauernd im Einsatz sind. Gerade, wenn man ein Buch in der Handtasche mit sich herumträgt, ist die Idee mit dem Gummiband schlicht genial.
Zwölf Stück hab ich genäht, für alle, mit denen ich in engerem Kontakt stand. Die Lesezeichen sind nämlich nicht nur schön und schnell genäht, sie sind auch eine super Verwertung für Reste von Lieblingsstoffen (und damit ein bisschen eine Konkurrenz zur Jahresdecke, aber schau mer mal).
Ich hab mich einmal quer durch mein Webware-Regal gewühlt. Da sind Stoffe dabei (wie der hier ganz oben), die ich für ein geplantes, aber nie realisiertes Projekt gekauft hab, Reste von Patchworkpaketen (hier in der Mitte) oder Stoffe, die ich mal günstig bei Hilco im Garagenverkauf mitgenommen hab (ganz unten).
Hier treffen sich ein Fat-Quarter-Paket von Hilco, ein Rest vom schönen Sommerrock der Großen und ein Stück einer Forums-Sammelbestellung.
Das hier sind verschiedene Ergebnisse aus Tauschpaketen.
Und hier noch ein paar ganz besonders geliebte Streichelstöffchen. Von denen kann man so ein kleines Lesezeichen ja auch mal abknapsen ;)

Die Gummibänder, also, die farbigen, sind übrigens von Wunderpop. Die sind ja so was von genial und sollen mir eigentlich helfen, die Unterwäscheproduktion für die Mädels etwas zum Laufen zu bringen. Unterwäsche nähen macht nämlich auch viel Spaß! ;o)

Die Kollegen haben sich sehr über die Kleinigkeiten gefreut - und ich mich über ihre Freude. Also, wirklich, ab damit zum FREUtag!

Donnerstag, 12. Januar 2017

Manchmal überschätzt man sich halt ... {RUMS 2/17}

Kennt ihr das? Da beschließt man euphorisch, ein Nähprojekt umzusetzen, kauft ein, legt los - und dann geht irgendwie die Zeit aus ...

So geschah es mir bei der Adventskalendertasche von Farbenmix im Dezember. Ich hab das gelesen, fand die Idee einfach wunderbar und bin in der Mittagspause losgezogen und hab eingekauft.
Und die ersten vier Tage hab ich auch eifrig mitgemacht, ganz ehrlich! Aber dann - ja, dann war halt doch Dezember, Advent und so, und irgendwie keine Zeit.

Dann kam der 13. Dezember, die Taschenanleitung war komplett, ich hab sie mir gleich runtergeladen - joah. Das war's dann auch.

Aber jetzt, knapp einen Monat später, hab ich ZEIT! Meine Doppel-Job-Belastung ist vorbei, es ist irgendwie wieder Luft, und ich hab mich ENDLICH dran gemacht, die Tasche fertigzustellen.

Hier ist also meine Pack's ein! Aus Feincord und Kunstleder, und mal in Farben, in denen ich wirklich noch KEINE Tasche hab.
Natürlich mit der Erweiterung - die hab ich im Stoff des Futters gehalten, aber den Tunnelzug oben auch wieder aus dem Feincord (auch wenn in der Anleitung ja davon abgeraten wird, dafür Feincord zu verwenden 😇)
Die weiße Kordel find ich jetzt irgendwie nicht mehr sooo prall, vielleicht ändere ich das noch mal. Aber der selbst genähte Kordelstopper ist toll!

Ich bin richtig froh, dass ich das jetzt "erledigt" hab. Irgendwie blockieren so halbfertige Sachen mich gerne, geht es euch auch so?

Ab jetzt mit der neuen Tasche zu RUMS. Was habt ihr für euch genäht?

Ach, und ja, genau, das ist der Stoff, aus dem meine ersten Teile für die Jahresdecke sind 😉

Material: vom Stoff-Markt Stuttgart

Dienstag, 10. Januar 2017

Mach es wie die Sonnenuhr ...

Kennt ihr diesen alten Poesiealbum-Spruch? Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit'ren Stunden nur.

Gar kein so schlechter Ansatz fürs Leben. Klar besteht das Leben nicht nur aus heiteren Stunden. Gerade im vergangenen Jahr hatte ich oft das Gefühl, dass die Schatten überwiegen. Meine Familie ist zwar von schweren persönlichen Schicksalsschlägen verschont geblieben, aber im Freundeskreis hat es diesbezüglich ganz schön heftig gewackelt in 2016. Von der Welt ganz zu schweigen, mein Glaube an das Gute und den grundlegenden gesunden Menschenverstand wurde mehr als einmal schwer erschüttert. Wie oft ich in 2016 gedacht hab: "Nein, das DARF doch nicht wahr sein, das KANN doch nicht wirklich passieren" ...

Und so auf den ersten Blick ist mir zu dem vergangen Jahr gar nicht viel "Heiteres" eingefallen. Als erstes erinnert man sich doch immer an die Schwierigkeiten, an Tage, an denen es nicht rund lief, an Dinge, die nicht funktioniert haben, an Steine, die im Weg lagen.

Doch dann, beim Nachdenken, kam so viel Schönes ... Die Freude der Kleinen, als beim Radfahren endlich der Knoten geplatzt ist ... der Kurztrip in die Alpen mit der ganzen Großfamilie ... endlich ganz viele Nähdels auf der sew! kennengelernt ... das 12-Stunden-Schwimmen mit der Großen ... dass sie endlich richtig schwimmen kann ... unser Traumurlaub an der Nordsee ... mein neuer Job ...

Es waren WIRKLICH viele heitere Stunden.
Und damit ich am Ende dieses Jahres nicht wieder erst lang nachdenken muss, hab ich mir von einer der besten Freundinnen eine Idee abgeguckt - ein Erinnerungsglas:


Die Idee dahinter kennt ihr bestimmt: Wann immer etwas besonders Schönes passiert, schreibt man es auf einen Zettel und steckt diesen in das Glas. Und an Silvester (oder Neujahr, wann es besser passt) leert man alle Zettel aus dem Glas und erinnert sich so ganz bewusst an die schönen Ereignisse (oder eben heiteren Stunden) des Jahres.

Ich habe ein Ein-Liter-Weithalsglas aus dem Künstlerbedarfschrank vom WBEDW geklaut und mich im Handlettering versucht *gg* Die Version auf Papier gefällt mir sehr, die Idee, das dann mit Nagellack auf das Glas zu übertragen, ist noch optimierungswürdig 😊 Aber das ist ja dann auch wieder eine schöne Erinnerung. Jedenfalls hält es gut auf dem Glas!

Der erste Zettel liegt auch schon drin.
Der erste Schnee ist doch immer was Besonderes, und dieses Jahr haben uns die Weihnachtsferien mit einem Winterwonderland erster Kajüte beschert. Wenn das keine heitere Stunde ist!
Und so wird sich das Jahresglas hoffentlich bald mit vielen bunten Zetteln füllen (ich hab mir überlegt, dass jedes Familienmitglied eine eigene Zettelfarbe bekommt, mal sehen, ob wir das durchziehen). So ein bisschen freu ich mich jetzt schon aufs Nachlesen 💞
Idee: von einer Freundin
Glas: von boesner, Nagellack von mir
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